Karoline Brucke
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, DLR Institut für Vernetzte Energiesysteme
Karoline Brucke studierte Physik an der Universität Oldenburg und arbeitet derzeit als Wissenschaftlerin am DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme in Oldenburg, wo sie zu KI-gestütztem Energiemanagement forscht. Ihre Arbeiten reichen von Reinforcement Learning für Betriebsoptimierung über Reservoir Computing für Energiebedarfsprognosen bis hin zu neuen Bewertungsmethoden für die „Systemfreundlichkeit" dezentraler Energieressourcen. Vor ihrer Promotion war sie als Management Consultant bei McKinsey & Company tätig, wo sie strategische Beratungsprojekte im Hochtechnologiebereich begleitete. Karoline Brucke verbindet fundierte KI- und Energiesystem-Expertise mit einem strategischen, anwendungsorientierten Blick auf die Frage, wie KI im Energiesystem tatsächlichen Mehrwert schafft.
Mein Vortrag auf dem AIE Summit 2026. Was könnt ihr erwarten:
Wie viel Daten braucht KI im Energiemanagement wirklich? Am Beispiel eines Wohnkomplexes mit 100 Einheiten zeige ich, wie ein Reinforcement-Learning-Agent eine zentrale Wärmepumpe steuert und dabei bis zu 35 % der Stromkosten einspart. Und das nahezu genauso gut, wenn statt perfekter Prognosen nur grobe oder gar keine Bedarfsdaten vorliegen. Der Vortrag liefert damit einen evidenzbasierten Beitrag zur Frage, welcher Informationsbedarf für wirksame Energie-KI tatsächlich besteht."
Welche Botschaft zur KI in der Energiewelt möchte ich in den Köpfen der Menschen verankern?
"Gute KI im Energiesystem beginnt nicht mit perfekten Daten oder der teuersten Infrastruktur, sondern mit robusten Ansätzen, die auch unter realen Bedingungen wie lückenhaften Daten und unsicheren Prognosen zuverlässig funktionieren. Wir sollten stärker fragen, wie viel Komplexität ein Anwendungsfall tatsächlich braucht, um echten Mehrwert zu liefern. Doch wo klassische Regelansätze an ihre Grenzen stoßen, kann intelligente, KI-basierte Steuerung ansetzen."
